Arganöl gilt für viele als natürliches Beauty-Öl – und trotzdem scheitert die Anwendung oft an kleinen Details: zu viel Öl, falscher Zeitpunkt, falsche Reihenfolge in der Pflegeroutine oder eine Qualität, die eher nach „Marketing“ als nach echtem marokkanischem Öl wirkt. Das Ergebnis kennst du vielleicht: Die Haut glänzt fettig statt gepflegt auszusehen – oder die Haare wirken nach wenigen Stunden strähnig, obwohl du eigentlich nur mehr Geschmeidigkeit wolltest.
In diesem Beitrag lernst du, wie du Arganöl richtig verwenden kannst – ganz praktisch, ohne Mythen und ohne unnötiges Übertreiben. Wir schauen uns an, wann Arganöl am besten aufgetragen wird, wie viele Tropfen wirklich reichen, und welche Anwendung sich für Gesicht, Körper und Haare bewährt hat. Außerdem zeige ich dir die häufigsten Fehler (und wie du sie sofort vermeidest), damit das Öl schnell einzieht und genau das tut, wofür es so beliebt ist: pflegen, schützen und glätten – ohne schweren Film.
Bonus: Du bekommst eine klare Dosierungs-Orientierung, Tipps zur Auswahl von hochwertigem Öl (kaltgepresst, richtige Verpackung) und am Ende eine FAQ-Sektion, die die häufigsten Fragen zur täglichen Nutzung beantwortet.
Was ist Arganöl und warum ist es so beliebt?
Arganöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl, das aus den Kernen des Arganbaums gewonnen wird. Besonders bekannt ist marokkanisches Arganöl, da der Baum nahezu ausschließlich im Südwesten Marokkos wächst. Seit Jahrhunderten wird das Öl dort traditionell für Hautpflege, Haarpflege und in der Küche verwendet. Heute gilt es weltweit als eines der wertvollsten Naturöle im Kosmetikbereich – vor allem wegen seiner besonderen Zusammensetzung und seiner vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten.
Die Beliebtheit beruht nicht nur auf seinem exotischen Ursprung, sondern vor allem auf der Kombination aus pflegenden Fettsäuren, antioxidativen Pflanzenstoffen und natürlichem Vitamin E. Richtig angewendet kann das Öl die Haut geschmeidig halten und das Haar glätten, ohne dabei schwer oder wachsig zu wirken.
Herkunft & Gewinnung aus der Argania spinosa
Der Arganbaum (Argania spinosa) wächst in einer trockenen, sonnenreichen Region Marokkos. Das Gebiet ist heute sogar als UNESCO-Biosphärenreservat geschützt. Die Früchte des Baumes enthalten harte Kerne, in denen sich die ölhaltigen Samen befinden. Genau aus diesen Samen wird das Öl gewonnen.
Für hochwertiges kaltgepresstes Arganöl werden die Kerne mechanisch ohne Hitze gepresst. Dieses schonende Verfahren sorgt dafür, dass empfindliche Inhaltsstoffe weitgehend erhalten bleiben. Je nach Verarbeitung unterscheidet man zwischen:
- Handgepresstem Öl – traditionell hergestellt, meist in Frauenkooperativen
- Mechanisch kaltgepresstem Öl – moderne, hygienische Verarbeitung
Die Kaltpressung ist besonders wichtig, wenn das Öl für kosmetische Zwecke genutzt wird. Durch hohe Temperaturen könnten wertvolle Bestandteile verloren gehen. Deshalb gilt: Für die Hautpflege immer auf die Bezeichnung kaltgepresst achten.
Inhaltsstoffe – Vitamin E, Fettsäuren & Antioxidantien
Die besondere Arganöl Wirkung auf die Haut hängt stark mit seiner Zusammensetzung zusammen. Zu den wichtigsten Arganöl Inhaltsstoffen zählen:
- Vitamin E (Tocopherol) – wirkt antioxidativ und schützt vor freien Radikalen
- Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) – unterstützt die Hautbarriere
- Ölsäure – sorgt für Geschmeidigkeit und ein weiches Hautgefühl
- Pflanzliche Antioxidantien – helfen, oxidative Belastung zu reduzieren
Durch diese Kombination eignet sich das Öl besonders für trockene oder beanspruchte Haut. Es kann helfen, Feuchtigkeit zu bewahren und die Haut geschmeidig erscheinen zu lassen. Gleichzeitig ist es relativ leicht und zieht – bei richtiger Dosierung – schnell ein.
Im Haarbereich sorgen die enthaltenen Fettsäuren dafür, dass die Schuppenschicht geglättet wird. Das Ergebnis kann glänzender und weniger sprödes Haar sein.
Unterschied zwischen kosmetischem und geröstetem Arganöl
Ein entscheidender Punkt bei der Anwendung ist die richtige Auswahl des Produkts. Es gibt zwei Hauptarten:
- Kosmetisches Arganöl – nicht geröstet, milder Geruch, hellgoldene Farbe
- Geröstetes Arganöl – nussiger Duft, dunklere Farbe, hauptsächlich als Speiseöl verwendet
Für Haut und Haare sollte ausschließlich nicht geröstetes, kaltgepresstes Arganöl verwendet werden. Geröstetes Öl ist zwar aromatisch und hochwertig für die Küche, eignet sich jedoch nicht optimal für kosmetische Anwendungen, da sich durch das Rösten Teile der empfindlichen Inhaltsstoffe verändern können.
Beim Kauf empfiehlt sich daher ein Blick auf:
- Bezeichnung „100 % reines Arganöl“
- Angabe „kaltgepresst“
- Dunkle Glasflasche zum Schutz vor Licht
- Möglichst kurze Zutatenliste (keine Zusätze)
Nur wenn Qualität und Anwendung zusammenpassen, kann marokkanisches Arganöl sein volles Potenzial entfalten – und genau deshalb ist es bis heute eines der gefragtesten Naturöle im Bereich Haut- und Haarpflege.
Arganöl richtig für das Gesicht verwenden
Die Arganöl Gesicht Anwendung entscheidet darüber, ob das Öl als luxuriöse Pflege wirkt – oder als unnötiger Fettfilm endet. Gerade im Gesicht ist weniger oft mehr. Wer die richtige Menge wählt, das Öl im passenden Moment aufträgt und die eigene Hautstruktur berücksichtigt, kann von den pflegenden Eigenschaften optimal profitieren.
Ob als Unterstützung bei trockener Haut, als leichte Pflege für empfindliche Haut oder sogar bei leicht unreiner Haut – entscheidend sind Dosierung, Qualität und Hauttyp. Im Folgenden findest du die wichtigsten Grundlagen für eine sinnvolle Anwendung.
Wie viel Arganöl sollte man verwenden?
Bei Arganöl gilt: Ein bis zwei Tropfen reichen für das gesamte Gesicht. Mehr Öl verbessert die Pflegewirkung nicht – im Gegenteil. Eine zu hohe Menge kann dazu führen, dass die Haut überpflegt wirkt oder länger glänzt.
Für die Anwendung empfiehlt sich folgende Orientierung:
- Normale bis Mischhaut: 1 Tropfen
- Trockene Haut: 1–2 Tropfen
- Sehr trockene oder reife Haut: 2 Tropfen, ggf. kombiniert mit Feuchtigkeitspflege
Das Öl wird zwischen den Fingerspitzen leicht angewärmt und anschließend sanft in die Haut eingedrückt – nicht stark eingerieben. Durch das Einpressen verteilt sich das Öl gleichmäßiger und zieht besser ein.
Gerade bei Arganöl gegen trockene Haut kann diese sparsame Dosierung helfen, die Haut geschmeidig erscheinen zu lassen, ohne sie zu überlasten.
Auf feuchter oder trockener Haut auftragen?
Eine der häufigsten Fragen zur Arganöl Gesicht Anwendung lautet: Soll das Öl auf trockene oder feuchte Haut?
Optimal ist das Auftragen auf leicht feuchte Haut. Nach der Reinigung oder nach einem Gesichtswasser bleibt meist eine minimale Restfeuchtigkeit zurück. Genau dann kann Arganöl besonders gut verteilt werden.
Warum ist das sinnvoll?
- Feuchtigkeit wird besser in der Haut „eingeschlossen“
- Das Öl lässt sich leichter verteilen
- Die Einziehzeit verkürzt sich
- Die Haut wirkt weniger glänzend
Wird Arganöl hingegen auf komplett trockene Haut aufgetragen, kann es sich schwerer verteilen und länger sichtbar bleiben. Besonders bei Mischhaut oder bei Arganöl für empfindliche Haut empfiehlt sich deshalb die Anwendung auf leicht angefeuchtetem Gesicht.
Arganöl als Tagespflege oder Nachtpflege
Arganöl kann sowohl tagsüber als auch nachts verwendet werden – die Wirkung unterscheidet sich jedoch leicht je nach Einsatz.
Als Tagespflege:
- Sehr sparsam dosieren
- Gut einziehen lassen (5–10 Minuten)
- Optional anschließend Sonnenschutz auftragen
Tagsüber eignet sich das Öl besonders bei trockener oder spannender Haut. Wer schnell zu Glanz neigt, sollte nur einen Tropfen verwenden oder das Öl mit einer leichten Feuchtigkeitscreme kombinieren.
Als Nachtpflege:
- 1–2 Tropfen auf feuchte Haut
- Sanft einmassieren oder einpressen
- Keine zusätzliche schwere Creme nötig
In der Nacht kann sich die Haut regenerieren, weshalb viele Arganöl bevorzugt abends anwenden. Gerade bei Arganöl gegen trockene Haut oder bei reifer Haut kann diese Routine angenehm sein.
Kann Arganöl Make-up ersetzen?
Arganöl ist kein klassisches Make-up-Produkt, kann jedoch als natürliche Grundlage dienen. Wer wenig dekorative Kosmetik nutzt, kann das Öl als leichten Glow-Booster verwenden.
Wichtig dabei:
- Sehr geringe Menge verwenden
- Mindestens 10–15 Minuten Einziehzeit einplanen
- Bei öliger oder zu Unreinheiten neigender Haut vorsichtig testen
Bei Arganöl bei unreiner Haut sollte besonders auf Qualität und Dosierung geachtet werden. Obwohl Arganöl als eher leichtes Öl gilt, reagiert jede Haut individuell. Ein kleiner Verträglichkeitstest am Unterkieferbereich kann sinnvoll sein.
Als vollständiger Ersatz für Foundation oder getönte Pflege eignet sich Arganöl jedoch nicht. Es kann die Haut optisch glatter erscheinen lassen, besitzt aber keine deckende Wirkung.
Richtig eingesetzt, ist es jedoch eine minimalistische Ergänzung in der täglichen Pflegeroutine – besonders für Menschen, die Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legen.
Arganöl für Haare richtig anwenden
Wer Arganöl für Haare richtig anwenden möchte, sollte vor allem auf Dosierung und Haarstruktur achten. Das Öl kann trockene Längen geschmeidiger wirken lassen und spröde Spitzen glätten – vorausgesetzt, es wird gezielt eingesetzt. Zu viel Produkt oder das Auftragen am falschen Bereich kann schnell dazu führen, dass das Haar fettig aussieht.
Gerade bei Arganöl gegen Spliss oder bei porösem Haar kann eine angepasste Anwendung helfen, die Haaroberfläche zu glätten und Frizz optisch zu reduzieren.
Anwendung bei Spliss & trockenen Spitzen
Spliss entsteht meist durch mechanische Belastung, Hitze oder Trockenheit. Zwar kann Arganöl gespaltene Spitzen nicht „reparieren“, doch es kann sie optisch glätten und geschmeidiger erscheinen lassen.
So gehst du vor:
- 2–3 Tropfen Arganöl in den Handflächen verreiben
- Nur in die Längen und Spitzen einarbeiten
- Nicht auf die Kopfhaut auftragen
Bei sehr langem Haar können 4–5 Tropfen ausreichend sein. Wichtig ist, das Öl sparsam zu dosieren. Besonders bei feinem Haar genügt meist eine sehr kleine Menge, um ein gepflegtes Finish zu erzielen.
Die Anwendung kann sowohl im feuchten als auch im trockenen Haar erfolgen. Im feuchten Haar verteilt sich das Öl jedoch gleichmäßiger.
Arganöl als Leave-in – so geht’s richtig
Als Leave-in-Pflege kann Arganöl helfen, Frizz zu reduzieren und das Haar leichter kämmbar zu machen. Entscheidend ist hier die richtige Technik, um Arganöl fettige Haare vermeiden zu können.
Empfohlene Vorgehensweise:
- Haare nach dem Waschen handtuchtrocken lassen
- 1–3 Tropfen (je nach Haarlänge) zwischen den Händen verteilen
- Sanft in die unteren Haarlängen einarbeiten
- Kopfhaut aussparen
Besonders bei Arganöl poröses Haar kann diese Methode sinnvoll sein, da poröse Strukturen das Öl besser aufnehmen können. Das Haar wirkt dadurch glatter und weniger spröde.
Wird das Öl auf trockenem Haar verwendet, sollte die Menge nochmals reduziert werden. Zu viel Produkt kann sonst zu beschwertem Haar führen.
Arganöl als Haarkur über Nacht
Für intensivere Pflege eignet sich Arganöl auch als Kur. Diese Methode kann besonders bei stark strapaziertem oder sehr trockenem Haar sinnvoll sein.
So funktioniert es:
- 5–10 Tropfen Arganöl (je nach Haarlänge) in die Längen einarbeiten
- Haare locker zusammenbinden oder flechten
- Über Nacht einwirken lassen
- Am nächsten Morgen gründlich auswaschen
Diese Anwendung kann das Haar weicher erscheinen lassen und für mehr Glanz sorgen. Wichtig ist ein mildes Shampoo, um das überschüssige Öl wieder auszuwaschen.
Bei feinem Haar genügt oft eine kürzere Einwirkzeit von 1–2 Stunden.
Für welche Haartypen geeignet?
Nicht jeder Haartyp reagiert gleich auf Ölpflege. Daher lohnt sich ein Blick auf die individuelle Haarstruktur:
- Trockenes Haar: Sehr gut geeignet, da das Öl Geschmeidigkeit unterstützen kann
- Poröses Haar: Oft besonders aufnahmefähig für Öl
- Lockiges Haar: Kann definierter wirken, wenn sparsam angewendet
- Feines Haar: Sehr vorsichtig dosieren
- Schnell fettendes Haar: Nur in die Spitzen geben
Wer Arganöl Haare richtig anwenden möchte, sollte zunächst mit einer minimalen Menge starten und die Reaktion der Haare beobachten. Je nach Struktur kann die Dosierung individuell angepasst werden.
Insgesamt eignet sich Arganöl vor allem für trockene, strapazierte oder strukturgeschädigte Haare. Bei sehr fettiger Kopfhaut sollte es ausschließlich in die Längen und Spitzen eingearbeitet werden.
Häufige Fehler bei der Anwendung von Arganöl
Ob im Gesicht oder im Haar – viele negative Erfahrungen mit Arganöl entstehen nicht durch das Öl selbst, sondern durch eine falsche Anwendung. Aussagen wie „Arganöl zieht nicht ein“ oder „Meine Haare glänzen fettig nach Arganöl“ lassen sich in den meisten Fällen auf einfache Anwendungsfehler zurückführen.
Damit du genau das vermeidest, findest du hier die häufigsten Fehler – und wie du sie korrigieren kannst.
Zu viel Öl verwenden
Der mit Abstand häufigste Fehler ist eine zu hohe Dosierung. Arganöl ist sehr ergiebig – wenige Tropfen genügen. Wird zu viel verwendet, kann:
- die Haut lange glänzen
- ein sichtbarer fettiger Film entstehen
- das Haar beschwert wirken
Wenn du das Gefühl hast, Arganöl zieht nicht ein, liegt das häufig daran, dass die Haut bereits gesättigt ist oder schlicht zu viel Produkt aufgetragen wurde.
Die Lösung:
- Menge halbieren
- Öl zwischen den Händen verteilen
- Sanft einpressen statt einreiben
Gerade im Gesicht reichen meist ein bis zwei Tropfen vollkommen aus.
Falsche Haut- oder Haarart
Nicht jede Haut oder jedes Haar reagiert identisch auf Ölpflege. Während trockene Haut Arganöl meist gut annimmt, kann sehr ölige Haut schneller zu Glanz neigen.
Bei Haaren gilt:
- Feines Haar benötigt extrem wenig Öl
- Schnell fettende Kopfhaut sollte ausgespart werden
- Poröses oder strapaziertes Haar kann mehr aufnehmen
Die Frage „Warum glänzen Haare nach Arganöl?“ lässt sich oft mit einer zu hohen Menge oder falscher Verteilung erklären. Wird das Öl direkt am Ansatz verwendet, kann das Haar schneller strähnig wirken.
Deshalb: Arganöl immer gezielt in die Längen und Spitzen einarbeiten – nicht auf die Kopfhaut.
Billige Qualität verwenden
Ein weiterer Grund für enttäuschende Ergebnisse kann minderwertige Qualität sein. Stark raffinierte oder gestreckte Produkte enthalten möglicherweise weniger der wertgebenden Bestandteile.
Merkmale für hochwertiges Öl:
- Bezeichnung „100 % reines Arganöl“
- Angabe „kaltgepresst“
- Abfüllung in dunkler Glasflasche
- Keine zusätzlichen Duftstoffe oder Silikone
Billige Produkte können schwerer einziehen oder sich anders anfühlen. Auch hier entsteht schnell der Eindruck eines Arganöl fettiger Film-Effekts.
Auf trockene Haut ohne Feuchtigkeit auftragen
Ein häufiger Anwendungsfehler im Gesicht ist das Auftragen auf komplett trockene Haut. Öl selbst spendet keine Feuchtigkeit – es hilft lediglich dabei, vorhandene Feuchtigkeit zu bewahren.
Wird Arganöl auf sehr trockene Haut gegeben, kann es:
- sich schwerer verteilen
- länger sichtbar bleiben
- mehr Glanz erzeugen
Besser ist es, das Öl auf leicht angefeuchtete Haut aufzutragen oder mit einem feuchtigkeitsspendenden Serum zu kombinieren. So kann die Haut das Produkt gleichmäßiger aufnehmen.
Viele Berichte über „Arganöl zieht nicht ein“ lassen sich genau auf diesen Punkt zurückführen.
Zusammengefasst gilt: Die richtige Menge, die passende Qualität und eine angepasste Anwendung machen den Unterschied zwischen gepflegter Haut – und unnötigem Glanz.
Arganöl richtig dosieren – Tabelle für Haut & Haare
Die richtige Menge entscheidet darüber, ob Arganöl angenehm einzieht oder einen unnötigen Glanz hinterlässt. Da das Öl sehr ergiebig ist, reichen oft wenige Tropfen aus. Wer Arganöl richtig dosieren möchte, sollte sich an klaren Orientierungswerten orientieren und die Menge je nach Haut- und Haarstruktur individuell anpassen.
Die folgende Übersicht bietet eine praktische Orientierung für die tägliche Anwendung:
| Anwendungsbereich | Menge | Anwendung |
|---|---|---|
| Gesicht | 1–2 Tropfen | Auf leicht feuchte Haut sanft einpressen |
| Haare (schulterlang) | 3–5 Tropfen | In die Längen und Spitzen einarbeiten |
| Haarkur | 8–10 Tropfen | Vor dem Waschen ins trockene Haar geben und einwirken lassen |
| Shampoo | 10–15 Tropfen | Auf 200 ml Shampoo mischen und wie gewohnt verwenden |
Wichtiger Hinweis: Bei sehr feinem Haar oder öliger Haut sollte die Menge reduziert werden. Bei sehr trockenem oder stark strapaziertem Haar kann die Dosierung leicht erhöht werden – allerdings immer schrittweise.
Diese Dosierungstabelle verbessert nicht nur die Anwendung im Alltag, sondern hilft auch dabei, typische Probleme wie einen fettigen Film oder beschwerte Haare zu vermeiden. Weniger ist bei Arganöl fast immer mehr.
Für welche Hauttypen ist Arganöl geeignet?
Arganöl gilt als vielseitiges Pflegeöl – dennoch reagiert jede Haut unterschiedlich. Ob trocken, empfindlich oder zu Unreinheiten neigend: Entscheidend sind Dosierung, Qualität und individuelle Verträglichkeit. Die folgenden Abschnitte helfen dir einzuschätzen, ob und wie Arganöl in deine Pflegeroutine passen kann.
Trockene Haut
Bei trockener Haut kann Arganöl besonders angenehm sein. Die enthaltenen Fettsäuren unterstützen die Hautbarriere und können helfen, Spannungsgefühle zu reduzieren. Vor allem in Kombination mit Feuchtigkeit – beispielsweise nach einem Serum oder Gesichtswasser – kann das Öl dazu beitragen, die Haut geschmeidiger wirken zu lassen.
Für die Anwendung bei trockener Haut reichen meist 1–2 Tropfen aus, sanft auf leicht feuchte Haut aufgetragen. Gerade in der kälteren Jahreszeit wird Arganöl häufig als Ergänzung zur regulären Pflege genutzt.
Reife Haut
Reife Haut verliert mit der Zeit an Elastizität und Feuchtigkeit. Aufgrund seines Gehalts an Vitamin E und antioxidativen Pflanzenstoffen wird Arganöl häufig in der Pflege reifer Haut eingesetzt.
Es kann die Haut weicher erscheinen lassen und ein glatteres Hautgefühl unterstützen. Als Nachtpflege eignet es sich besonders gut, da die Haut während der Regenerationsphase zusätzlich gepflegt wird.
Auch hier gilt: sparsam dosieren und auf leicht feuchte Haut auftragen.
Empfindliche Haut
Arganöl für sensible Haut wird oft gut vertragen, da es nur wenige natürliche Bestandteile enthält und keine zusätzlichen Duftstoffe benötigt. Wichtig ist jedoch, auf reines, kaltgepresstes Öl ohne Zusätze zu achten.
Bei empfindlicher Haut empfiehlt sich zunächst ein Verträglichkeitstest an einer kleinen Stelle, beispielsweise am Hals oder unterhalb des Ohrs. Zeigt sich keine Reaktion, kann das Öl vorsichtig in die Pflegeroutine integriert werden.
Durch die leichte Textur wird Arganöl häufig als Alternative zu stark parfümierten Cremes genutzt.
Mischhaut
Mischhaut stellt besondere Anforderungen, da sowohl trockene als auch ölige Bereiche vorhanden sind. Hier kann Arganöl gezielt eingesetzt werden – beispielsweise nur auf trockenen Partien wie Wangen oder Stirn.
In der T-Zone sollte die Anwendung sehr sparsam erfolgen. Ein Tropfen kann ausreichen, um die Haut zu pflegen, ohne übermäßigen Glanz zu erzeugen.
Die richtige Dosierung hilft dabei, einen fettigen Film zu vermeiden.
Ist Arganöl komedogen?
Eine häufige Frage lautet: Arganöl verstopft Poren? oder ist es komedogen?
Arganöl wird in der Regel als niedrig bis mäßig komedogen eingestuft. Das bedeutet, dass es bei den meisten Hauttypen die Poren nicht stark belastet. Dennoch reagiert jede Haut individuell.
Bei zu Unreinheiten neigender Haut oder Arganöl bei Akne sollte besonders vorsichtig getestet werden. Wichtig ist:
- Nur sehr kleine Mengen verwenden
- Auf hochwertige Qualität achten
- Das Öl nicht mit schweren, okklusiven Produkten kombinieren
Wer unsicher ist, kann das Öl zunächst nur abends anwenden und die Hautreaktion über mehrere Tage beobachten.
Zusammenfassend eignet sich Arganöl vor allem für trockene, reife und sensible Hauttypen. Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut ist eine individuelle Testphase sinnvoll.
Arganöl als Zusatz in DIY-Pflegeprodukten
Arganöl eignet sich nicht nur zur puren Anwendung, sondern auch hervorragend als Bestandteil selbst hergestellter Pflegeprodukte. Durch seine feine Textur und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten lässt es sich gut mit anderen pflanzlichen Ölen kombinieren. Gerade im Bereich Naturkosmetik wird Arganöl häufig als hochwertige Fettkomponente eingesetzt.
Wer sich intensiver mit natürlichen Ölen beschäftigt, findet auf Natur-Journal auch weiterführende Informationen zur Kokosöl Anwendung, zu Jojobaöl für Haut sowie zur Schwarzkümmelöl Wirkung. Diese Öle lassen sich je nach Haut- oder Haarbedürfnis sinnvoll kombinieren.
Gesichtscreme selber herstellen
Arganöl kann als pflegende Fettphase in selbst hergestellten Gesichtscremes eingesetzt werden. Besonders in Kombination mit leichten Pflanzenwässern (z. B. Rosenwasser) entsteht eine ausgewogene Emulsion für trockene oder empfindliche Haut.
Grundbestandteile einer einfachen DIY-Creme:
- Arganöl als Fettkomponente
- Pflanzenbutter oder Bienenwachs
- Emulgator (z. B. Emulsan)
- Destilliertes Wasser oder Blütenwasser
Arganöl sorgt dabei für Geschmeidigkeit und verbessert das Hautgefühl. Wichtig ist, hygienisch zu arbeiten und kleine Mengen herzustellen, da selbst gemachte Cremes ohne starke Konservierungsmittel nur begrenzt haltbar sind.
Arganöl im Shampoo
Auch im Haarbereich kann Arganöl als Zusatz genutzt werden. Wer ein mildes, silikonfreies Shampoo verwendet, kann dieses mit einigen Tropfen Arganöl anreichern.
Empfehlung:
- 10–15 Tropfen auf 200 ml Shampoo
- Vor Gebrauch gut schütteln
- Nur in die Haarlängen einmassieren
Diese Methode eignet sich besonders bei trockenem oder porösem Haar. Das Öl wird beim Waschen gleichmäßig verteilt und kann das Haar geschmeidiger wirken lassen.
Arganöl als Massageöl
Aufgrund seiner leichten Textur kann Arganöl auch als Massageöl verwendet werden. Es lässt sich gut verteilen und zieht – im Vergleich zu schwereren Ölen – relativ schnell ein.
Für eine Massage kann Arganöl pur oder in Kombination mit anderen Pflanzenölen eingesetzt werden. Einige Tropfen ätherisches Öl können optional hinzugefügt werden, sofern keine Hautempfindlichkeit besteht.
Als Körperöl eignet sich Arganöl besonders nach dem Duschen, wenn die Haut noch leicht feucht ist. So kann es sich besser verteilen und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl.
Qualitätsmerkmale – Worauf sollte man beim Kauf achten?
Die Wirkung und Verträglichkeit von Arganöl hängt stark von seiner Qualität ab. Wer sich fragt „Arganöl kaufen – worauf achten?“, sollte nicht nur auf den Preis schauen. Verarbeitung, Herkunft und Verpackung spielen eine entscheidende Rolle. Hochwertiges Öl unterscheidet sich deutlich von stark raffinierten oder gestreckten Produkten.
Im Folgenden findest du die wichtigsten Kriterien, um das beste Arganöl erkennen zu können und typische Qualitätsunterschiede besser einzuordnen.
Kaltgepresst vs. geröstet
Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist die Art der Verarbeitung. Für kosmetische Zwecke sollte ausschließlich kaltgepresstes, nicht geröstetes Arganöl verwendet werden.
- Kaltgepresst (kosmetisch): Schonende Verarbeitung, milder Geruch, hellgoldene Farbe
- Geröstet (Speiseöl): Intensiv nussiger Duft, dunklere Farbe, hauptsächlich für die Küche geeignet
Beim Rösten verändern sich Teile der empfindlichen Inhaltsstoffe. Für Haut und Haare ist daher nicht geröstetes Öl die bessere Wahl. Achte beim Kauf auf klare Angaben wie „kaltgepresst“ oder „für kosmetische Anwendung“.
Glasflasche statt Plastik
Licht und Sauerstoff können die Qualität von Pflanzenölen beeinträchtigen. Daher wird hochwertiges Arganöl meist in dunklen Glasflaschen abgefüllt.
- Dunkles Glas schützt vor UV-Strahlung
- Glas reagiert nicht mit dem Öl
- Praktische Dosierpipette oder Pumpspender erleichtern die Anwendung
Plastikverpackungen sind nicht automatisch schlecht, bieten jedoch meist weniger Schutz vor Licht und können die Haltbarkeit beeinflussen. Für längere Frische ist Glas in der Regel die bessere Wahl.
Bio-Zertifizierung
Eine Bio-Zertifizierung kann ein zusätzlicher Hinweis auf kontrollierten Anbau und schonende Verarbeitung sein. Zwar garantiert ein Bio-Siegel allein keine perfekte Qualität, dennoch zeigt es, dass bestimmte Standards eingehalten werden.
Bei der Suche nach echtes Arganöl Merkmale lohnt sich daher ein Blick auf:
- Transparente Herkunftsangabe (Marokko)
- Bio-Zertifikat oder Kontrollnummer
- Klare Deklaration ohne Zusatzstoffe
Produkte mit sehr langer Zutatenliste oder künstlichen Duftstoffen entsprechen meist nicht reinem Arganöl.
Farbe & Geruch erkennen
Auch optische und sensorische Merkmale geben Hinweise auf Qualität. Kosmetisches Arganöl hat typischerweise:
- Eine hellgoldene bis leicht gelbliche Farbe
- Einen milden, leicht nussigen Duft
- Eine dünnflüssige, nicht klebrige Textur
Riecht das Öl stark chemisch oder wirkt sehr dunkel und intensiv nussig, könnte es sich um geröstetes Speiseöl handeln. Ein ranziger Geruch deutet auf Oxidation hin – in diesem Fall sollte das Produkt nicht mehr verwendet werden.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Wer bewusst auswählt, kann das beste Arganöl erkennen und langfristig von einer stabilen Qualität profitieren. Besonders bei sensibler Haut lohnt sich ein genauer Blick auf Verarbeitung und Verpackung.
Wie lange hält Arganöl und wie wird es gelagert?
Damit Arganöl seine Qualität behält, spielen Lagerung und Haltbarkeit eine entscheidende Rolle. Wie jedes pflanzliche Öl ist auch Arganöl empfindlich gegenüber Licht, Sauerstoff und Wärme. Eine falsche Aufbewahrung kann dazu führen, dass sich Geruch, Farbe und Wirkung verändern.
Wer auf eine sachgemäße Lagerung achtet, kann die Haltbarkeit deutlich verlängern und Oxidation vermeiden.
Haltbarkeit
Ungeöffnet ist hochwertiges, kaltgepresstes Arganöl in der Regel etwa 12 bis 24 Monate haltbar. Nach dem Öffnen empfiehlt es sich, das Öl innerhalb von 6 bis 12 Monaten zu verbrauchen.
Entscheidend ist dabei:
- Das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten
- Flasche nach jeder Anwendung gut verschließen
- Kontakt mit Luft möglichst gering halten
Je häufiger die Flasche geöffnet wird, desto schneller kann sich das Öl verändern.
Oxidation
Oxidation ist ein natürlicher Prozess, bei dem Fette durch Kontakt mit Sauerstoff reagieren. Dabei können sich Geruch und Geschmack verändern, und das Öl verliert an Frische.
Faktoren, die Oxidation beschleunigen:
- Direkte Sonneneinstrahlung
- Hohe Temperaturen
- Offene oder schlecht verschlossene Flaschen
Dunkle Glasflaschen schützen vor Licht, dennoch sollte Arganöl nicht dauerhaft im Badezimmerfenster oder in der Nähe einer Heizung stehen.
Kühlschrank – ja oder nein?
Grundsätzlich muss Arganöl nicht im Kühlschrank gelagert werden. Eine kühle, dunkle Umgebung – beispielsweise ein Schrank oder eine Speisekammer – ist meist ausreichend.
Ein Kühlschrank kann sinnvoll sein, wenn:
- Sehr hohe Raumtemperaturen herrschen
- Das Öl nur selten verwendet wird
Im Kühlschrank kann das Öl leicht dickflüssiger werden. Vor der Anwendung sollte es dann kurz bei Raumtemperatur stehen, damit es wieder seine normale Konsistenz annimmt.
Ranziges Öl erkennen
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist der Geruch. Frisches Arganöl riecht mild und leicht nussig. Wird der Geruch jedoch stechend, bitter oder unangenehm, kann dies ein Hinweis auf Oxidation sein.
Anzeichen für ranziges Öl:
- Ungewöhnlich scharfer oder saurer Geruch
- Deutlich veränderte Farbe
- Klebrige oder ungewöhnlich dicke Konsistenz
In diesem Fall sollte das Öl nicht mehr verwendet werden – weder für Haut noch für Haare. Eine regelmäßige Kontrolle von Geruch und Aussehen hilft, die Qualität langfristig zu sichern.
Mit der richtigen Lagerung bleibt Arganöl über viele Monate stabil und kann seine pflegenden Eigenschaften zuverlässig entfalten.
FAQ – Häufige Fragen zu Arganöl
Wie oft darf man Arganöl verwenden?
Das hängt vor allem von deinem Haut- bzw. Haartyp ab – grundsätzlich ist Arganöl aber für eine regelmäßige Anwendung geeignet. Im Gesicht nutzen viele Arganöl am liebsten 1× täglich am Abend, weil die Haut nachts „in Ruhe“ gepflegt wird und man tagsüber keinen zusätzlichen Glanz riskiert. Bei sehr trockener Haut kann Arganöl auch morgens sparsam eingesetzt werden – dann sollte es aber gut einziehen (ca. 10–15 Minuten), bevor Sonnenschutz oder Make-up folgt.
Für die Haare gilt: Als Leave-in reicht häufig nach jeder Haarwäsche (oder nach Bedarf). Als intensivere Kur ist 1–2× pro Woche ein guter Rhythmus. Wichtig ist immer: lieber mit sehr wenig starten und die Menge je nach Ergebnis anpassen.
Kann Arganöl Pickel verursachen?
Arganöl gilt im Vergleich zu vielen anderen Ölen als eher „leicht“ – trotzdem kann es bei manchen Menschen zu Unreinheiten führen. Das passiert meist dann, wenn zu viel Öl verwendet wird, wenn zusätzlich sehr „schwere“ Produkte (reichhaltige Cremes, okklusive Schichten) darüber liegen oder wenn das Öl nicht wirklich rein ist (z. B. Zusätze, Duftstoffe, Mischöle).
Wenn du zu Unreinheiten neigst, hilft diese Vorgehensweise:
- Patch-Test (z. B. am Unterkiefer oder seitlich am Hals) über 2–3 Tage
- Nur 1 Tropfen und am besten abends starten
- Auf leicht feuchte Haut auftragen (dadurch lässt es sich besser verteilen)
- Keine zusätzlichen „schweren“ Okklusiva darüber schichten
Wenn nach einigen Tagen mehr Unreinheiten auftreten, solltest du Arganöl pausieren und ggf. auf ein sehr leichtes Öl (z. B. Jojobaöl) ausweichen oder Arganöl nur punktuell an trockenen Stellen verwenden.
Ist Arganöl für fettige Haut geeignet?
Ja – aber nur, wenn du es wirklich sparsam und richtig anwendest. Fettige Haut wird oft fälschlicherweise komplett „entfettet“. Das kann die Hautbarriere stressen, wodurch die Haut manchmal sogar noch mehr Talg produziert. Ein leichtes Öl kann helfen, das Hautgefühl zu beruhigen – allerdings darf es nicht überdosiert werden.
Für fettige Haut ist ein guter Einstieg:
- 1 Tropfen reicht meist völlig
- Nur abends anwenden
- Auf feuchte Haut einpressen (nicht stark reiben)
- Optional nur auf trockene Partien (z. B. Wangen) statt in die T-Zone
Wenn du merkst, dass die T-Zone schneller glänzt oder Poren „voll“ wirken, reduziere die Menge oder nutze Arganöl nur noch als punktuelle Pflege.
Kann man Arganöl täglich benutzen?
Ja, Arganöl kann täglich genutzt werden – viele verwenden es sogar dauerhaft als minimalistischen Bestandteil ihrer Routine. Damit es langfristig gut funktioniert, sollten zwei Dinge stimmen: Qualität (reines, kaltgepresstes Öl) und Dosierung (sehr wenig). Wer täglich zu viel verwendet, erlebt häufig genau die typischen Probleme wie „zieht nicht ein“ oder fettiger Glanz.
Ein praxistaugliches Beispiel:
- Abends: Reinigen → Gesicht leicht feucht lassen → 1–2 Tropfen Arganöl einpressen
- Morgens (optional): Nur bei trockener Haut 1 Tropfen, danach Sonnenschutz
Wenn du täglich verwendest, achte außerdem darauf, dass das Öl nicht oxidiert (korrekte Lagerung, keine Sonne/Hitze), denn oxidiertes Öl kann sich auf Haut und Geruch deutlich unangenehmer anfühlen.
Darf Arganöl auf die Kopfhaut?
Grundsätzlich ja – aber es kommt darauf an, was dein Ziel ist und wie deine Kopfhaut tickt. Bei trockener, spannender Kopfhaut kann eine sehr kleine Menge Arganöl als Pflege sinnvoll sein. Bei schnell fettender Kopfhaut kann Öl dagegen dazu führen, dass die Haare am Ansatz schneller strähnig wirken.
So kannst du Arganöl auf der Kopfhaut anwenden, ohne Probleme zu provozieren:
- Nur wenige Tropfen (z. B. 3–6 Tropfen für den gesamten Kopf)
- Am besten vor dem Waschen als kurze Kur (30–60 Minuten)
- Mit den Fingerspitzen leicht einmassieren, nicht „tränken“
- Danach gründlich auswaschen (ggf. zweimal shampoonieren)
Für die tägliche Haarpflege ist Arganöl meist besser in Längen und Spitzen aufgehoben. Das ist der sicherste Weg, um fettige Haare zu vermeiden.
Ist Arganöl für Kinder geeignet?
Reines, kaltgepresstes Arganöl ohne Zusatzstoffe wird von vielen als mildes Pflegeöl angesehen und kann in kleinen Mengen auch bei Kindern verwendet werden – zum Beispiel bei trockenen Hautstellen, rauen Wangen oder spröden Haarspitzen. Wichtig ist, dass es sich um 100 % reines Öl handelt und keine Duftstoffe oder ätherischen Öle enthalten sind.
Empfehlungen für die Anwendung bei Kindern:
- Vorher Patch-Test an einer kleinen Hautstelle (24 Stunden beobachten)
- Sehr sparsam dosieren (1 Tropfen reicht oft)
- Nicht auf offene/irritierte Stellen geben, wenn es brennt oder stark gerötet ist
Wenn dein Kind empfindliche Haut oder Allergieneigung hat, ist es sinnvoll, die Anwendung mit einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt zu besprechen – vor allem bei großflächiger oder sehr häufiger Nutzung.





























































































